Schweden ’26 – Tag 3: Göteborg → Baståsens naturreservat → Fulufjället

04:00 Uhr.
Der Wecker klingelt.
Ich frage mich kurz, ob ich noch alle Latten am Zaun habe.

Antwort: Nein. Aber egal.

Frühstart mit Johnny

Raus aus dem Zelt.
Runde mit Johnny. Frische Luft. Leichte Müdigkeit. (Okay… massive Müdigkeit.)

Alles gepackt, schnell geduscht, bereit für den Tag. Und dann passiert’s:

Wind wird stärker,Himmel wird dunkler und die Stimmung kippt..

Ein kurzer Blick aufs Handy:
Unwetterwarnung.

Lean Lesson #8: Wenn die Natur sagt „Bleib stehen“, ist das kein Verbesserungsvorschlag.

Express-Abgang (mit Timing)

Also: Keine Diskussion.

Rein ins Auto, Express-Checkout, Abfahrt

Und um 07:18 Uhr…ging die Welt unter.

Kein Witz.

Regen, wie aus Eimern. Sturm.
Und ich mittendrin.

Gewitter-Verfolgungsfahrt

Die nächsten zwei Stunden fühlten sich an wie:
Roadtrip, Survival-Training und leichte Selbstzweifel… untermalt von klassischer Musik!!! Ohne Witz, alle anderen Radiosender hab ich nicht störungsfrei empfangen.

Das Gewitter? Immer dabei.

Ich fahre…und es fährt einfach mit.

Dazu:
Starkregen, Aquaplaning und volle Konzentration 🫣

Lean Lesson #9: Kontrolle ist eine Illusion – besonders bei 90 km/h im Regen.

Egal, Ziel bleibt Ziel

Das heißt trotz allem: Plan bleibt Plan.

Baståsens naturreservat – Gipfelrunde.

Ankommen.
Aussteigen.
Realisieren:
Es ist noch nass, ich bin müde und ich hatte definitiv schon bessere Ideen

Aber gut…
Letztes Jahr um die Zeit wurde Johnny in seinem Hundewagen durch die Gegend gefahren…

Dieses Jahr:
Er kommt mit, er klettert und hat definitiv mehr Spaß als ich:

Unterschiedliche Perspektiven

Johnny:
„Bestes Leben! Abenteuer! Bewegung!“

Ich:
„Warum mache ich das hier eigentlich…“

Der Weg: rutschig, anspruchsvoll, definitiv nichts für Leute mit Höhenangst.

Merke: Orange Wanderwege, dass sind die Anspruchsvollen!!!! Immerhin gut ausgeschildert …

Aber: Ich hab’s überlebt.

Und Johnny? Hat es gefeiert.

Gipfel Runde von Baståsens naturreservat

Lean Lesson #10: Erfolg ist relativ – für den einen Abenteuer, für den anderen Überlebensmodus.

Weiter Richtung Fulufjället

Nach der Tour: Zurück ins Auto. Weiter.

Nächstes Ziel:
Njupeskär Wasserfall – Fulufjället Nationalpark

Und natürlich…das Wetter bleibt konsequent.

Regen: zurück
Gewitter: auch
Jetzt zusätzlich: Berge

Kombination? Spannend.

Sehr spannend.

Ankommen… irgendwie

Spät angekommen. Müde. Durch. Nass.

Und da kam der Gedanke:
„Weißt du was… heute nicht mehr.“

Manchmal ist die beste Entscheidung:
Keine Entscheidung mehr treffen zu müssen.

Schlafplatz: Auto

Also:
Sachen von der Rückbank auf den Fahrersitz, Decke raus und akzeptieren das ich im sitzen schlafe.

Morgen früh dann zum Wasserfall.

Mit mehr Energie. (Hoffentlich.)

Lean Lesson #11: Nicht alles muss heute passieren. Manchmal ist „Pause“ die effizienteste Lösung.

Fazit Tag 3

Was nehme ich mit?

👉 Früh aufstehen ist okay – Unwetter nicht
👉 Man kann von einem Gewitter verfolgt werden (gefühlt zumindest)
👉 Johnny ist definitiv der bessere Abenteurer
👉 Müdigkeit + Klettern = fragwürdige Kombination
👉 Im Auto schlafen ist manchmal die beste Entscheidung des Tages

Und trotzdem:
Genau diese Tage sind es, die hängen bleiben.

Nicht die perfekten.
Sondern die mit Chaos, Wetter, Zweifeln…
und einem Hund, der einfach sein bestes Leben lebt.

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