Schweden ’26 – Tag 16: Trelleborg → Rostock

Irgendwann wurde der Wind tatsächlich etwas schwächer.

Zumindest genug, um zu handeln.

Abbau im Schnelldurchlauf

7 Uhr morgens: Zelt einpacken, Auto beladen
und Richtung Fähre

Diesmal lief alles erstaunlich unkompliziert.

Fast schon zu unkompliziert.

Und nach dieser Reise wusste ich: Das bedeutet meistens nichts Gutes….

Wind? Ja.

Beim Einchecken war klar: Es ist windig.

Sehr windig.

Später auf der Fähre hörte ich:

Die nächste Fähre wurde wegen des Windes gestrichen.

Unsere hatte zumindest noch eine Chance bekommen.

Dafür ging es etwa eine Stunde später los als geplant.

Rauhe See

Kaum unterwegs wurde klar: Das wird keine ruhige Überfahrt!

Die See war rau.

Das Sonnendeck blieb geschlossen.

Und selbst der Weg zur Hundetoilette war ein kleines Abenteuer.

Johnny hatte zwischenzeitlich fast die Gelegenheit, fliegen zu lernen.

Unter dem Strich blieb er aber erstaunlich entspannt.

Ich auch.

Und vor allem: nicht seekrank

Darauf war ich durchaus stolz.

Endgegner: Hafen Rostock

Der wahre Höhepunkt kam erst am Ziel.

Der Wind war mittlerweile so stark, dass die Einfahrt in den Hafen alles andere als entspannt war.

Später konnte man beobachten, wie das Schiff an der Anlegestelle praktisch von zwei anderen Schiffen in Position gehalten wurde.

Ich dachte nur: „Das sieht irgendwie nicht nach Standard aus.“

Johnny fand es definitiv auch spannend.

Endlich deutscher Boden

Mit insgesamt etwa 1,5 Stunden Verspätung konnten wir endlich von Bord.

Geschafft.

Schweden hinter uns und Deutschland unter den Rädern

Aber noch nicht am Ziel.

Die letzte Etappe

Noch einige Stunden fahren.

Bis zu meiner persönlichen Erholungsstation.

Gegen 20 Uhr war sie erreicht.

Fazit Tag 16

Dort angekommen wurde mir klar:

👉 Ich lebe noch.
👉 Johnny auch.
👉 Wir haben sogar die letzte Fähren-Etappe gemeistert.

Ohne Seekrankheit.

Ohne größere Katastrophen.

Und ohne ins Meer geweht zu werden.

Nach all den Abenteuern war ich allerdings so fertig, dass etwas völlig „normales“ passierte:

👉 Zwei Übernachtungen an einem Ort, mit Schlaf.
👉 Kein Autofahren.
👉 Nichts organisieren, einfach sein und genießen.

Das entwickelte sich beinahe zum Highlight des Urlaubs…

Fazit der Reise

Was nehme ich mit?

👉 Regen verfolgt mich tatsächlich.
👉 Mücken sind schlimmer als schlechtes Wetter.
👉 „Leichte Wanderung“ ist ein dehnbarer Begriff.
👉 Mein kleiner Outdoor-Coach hat mir mehr beigebracht als jede App.
👉 Johnny ist für jedes Abenteuer zu haben.
👉 Schweden ist wunderschön.
👉 Und Komfort weiß man erst nach zwei Wochen Roadtrip wirklich zu schätzen.

Vor allem nehme ich aber eins mit:

👉 Geschichten und die Gewissheit: das mache ich definitiv noch einmal, jedoch NICHT alleine.

Denn genau dafür bin ich losgefahren:

👉 Ich wollte raus kommen aus meiner Komfortzone

👉 Die Familie im hohen Norden besuchen, gerade meinen „kleinen“ Outdoor-Coach

und habe :

👉 Meine Grenzen kennen gelernt

👉 Abenteuer erlebt .

👉 und die Gewissheit, dass „Frauen brauchen Abenteuer“ aus mindestens zwei Personen bestehen sollte, wenn man an unbekannte Orte kommt.

Zahlen, Daten, Abenteuer

Bevor ich die Reise endgültig abschließe, lohnt sich noch ein Blick auf die nackten Zahlen.

Und die zeigen ziemlich gut, warum ich jetzt weiß, wie sich mein Auto, meine Wanderschuhe und meine Beine fühlen müssen.

In den letzten 16 Tagen habe ich:

🚗 rund 4.000 Kilometer zurückgelegt

🥾 22 Wanderungen absolviert

📍 insgesamt über 150 Kilometer zu Fuß zurückgelegt

Dabei ging es über Berge, durch Wälder, an Wasserfällen entlang, über Hängebrücken, an Seen vorbei und gelegentlich auch über Wege, die vermutlich nur auf dem Papier als Wanderwege existierten.

Dazu kamen:

✅ unzählige Regentropfen
✅ noch mehr Mücken
✅ zwei Elche
✅ drei Rentier
✅ Biber-Spuren
✅ eine Schlange
✅ fleischfressende Pflanzen
✅ Fährenfahrten bei Sturm
✅ und ein Hund, der vermutlich sofort wieder losfahren würde.

Wenn ich zurückblicke, waren die Kilometer eigentlich nur Nebensache.

Viel wichtiger sind die Erinnerungen:

👉 die Sonnenaufgänge auf der Fähre
👉 die gemeinsamen Abenteuer mit meinem kleinen Outdoor-Coach
👉 die unglaubliche Natur Schwedens
👉 die Momente, in denen man sich gefragt hat, warum man sich das eigentlich antut
👉 und die Momente direkt danach, in denen man wusste, warum.

Am Ende war es genau die richtige Mischung aus Abenteuer, Chaos, Improvisation, Natur und Familienzeit.

Und auch wenn die Reise vorbei ist, bleibt ein beruhigender Gedanke:

In ungefähr 365 Tagen könnte das nächste Abenteuer schon wieder beginnen. 🇸🇪🐕🚗🥾

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