Schweden ’26 – Tag 5: Raststätte Häggenås → Norsjö

Die Nacht…war kurz.

Und „Schlaf“ im Auto bleibt einfach ein Konzept, das bei meiner Körpergröße eher theoretisch funktioniert.

Schlafen Level: Kreativ

Ich lag da so… diagonal, halb geknickt, irgendwo zwischen „passt schon“ und „warum tue ich mir das an“. Immerhin war Johnny zufrieden….

Erholsamer Schlaf? Nein.
Interessant? Auf jeden Fall.

Morgenshow auf der Raststätte

Highlight der Nacht bzw. des Morgens:

Eine Familie macht Pause.Alles ganz normal.

Bis… sie fast ihr Kind vergessen.

Auto schon an. Alle drin.

Nur das Kind steht noch am Spielplatz.
Schaut mit großen Augen Richtung Auto.

Auto fährt los…bremst abrupt.

Der Vater steigt aus. Geht ums Auto.
Macht wortlos die Tür auf. Kind steigt ein.

Er steigt wieder ein.Fährt weiter.

Keine Diskussion. Kein Drama.
Einfach… akzeptiert.

Ich sitze da und denke:
„Okay… ich bin doch nicht der Chaot hier.“

Lean Lesson #17: Egal wie unstrukturiert dein Plan ist – es geht immer schlimmer.

Früher Start, großes Ziel

05:45 Uhr – Abfahrt.

Heute wird’s ernst:
Familie besuchen & neue Abenteuer starten.

Knapp 350 km vor mir.

Klingt machbar.
Ist es auch… meistens.

Die Sache mit dem Tanken

Irgendwann:

Blick auf die Anzeige und leichtes Schwitzen

Ich muss tanken!

Also: nächste Tankstelle angefahren.
Problem: Defekt.

Okay… nächste Problem: 50 km entfernt ist die nächste.

Ich so: „Ja gut… wird schon.“

Also: Augen zu, weiterfahren, innerlich verhandeln – besser Routen nehmen mit Dörfern (Tankstellen) anstatt nur Natur pur.

Und dann: Warnlampe geht an.

Timing: perfekt.

Ich rolle auf die Tankstelle…
und habe noch 50 km Restreichweite.

Mehr Glück als Verstand.

Lean Lesson #18: Risiko ist okay – solange es am Ende gut ausgeht.

Schweden kann Toilette

Zwischenstopp am Stamsjöbadet in Västerbottens län.

Und ich sag’s, wie es ist:
Öffentliche Toiletten, sauber und gepflegt

Einfach Standard hier.

In Deutschland würde man sagen: „Wow!“
Hier sagt man: „Ja, logisch.“

Bonus:
10 Grad draußen und Wespen im Nest über der Toilette… inaktiv

Ich hätte das Risiko aber auch so genommen.

Denn: Wer muss, der muss.

Kurz durchatmen

Beine vertreten. Frische Luft. Kopf resetten.

Dann wieder ins Auto für die letzten knapp 2 Stunden.

Familie finden – schwieriger als gedacht

Ankommen ist das eine.
Finden das andere.

Navi: verliert den Weg und zeigt irgendwas an

Zum Glück: Ich habe vorher auf die Karte geschaut.

Also: Gefühl + Erinnerung = halbwegs richtig abgebogen

Und tatsächlich: angekommen.

Lean Lesson #19: Technik ist hilfreich – aber manchmal bist du selbst die bessere Navigation.

Wiedersehen wie letzte Woche

Ein Jahr nicht gesehen.

Und trotzdem:
Nach wenigen Minuten fühlt es sich an, als wäre es letzte Woche gewesen.

Kein großes Drama. Einfach wieder da.

Trotzdem hier oben im Norden ist es gefühlt immer eine andere Welt

Also Umgebung erkundet.

Und ich merke: Hier läuft alles anders

Im Wald: Tierschädel, angebunden !

Ganz normal.

Draußen: gepflegter Schlafplatz

Auch normal.

Ich denke mir:
„Okay… wir sind jetzt wirklich im Norden angekommen.“

Campingplatz: Vertrauen Level Schweden

Eingecheckt am Campingplatz.

Ich frage: „Welchen Platz?“

Antwort: „Such dir einfach einen aus. Ich will das gar nicht wissen.“

Ich: 🫪🤩

Lean Lesson #20: Vertrauen spart Prozesse. Und macht alles entspannter.

Erst die Arbeit, dann der Spot

Natürlich: besten Platz geschnappt

Und das Beste:
mein „kleiner König“ (Großneffe) ist am Start

Ab jetzt: Level Upgrade.

Abenteuer beginnt (mit Angel)

Nach Zeltaufbau: Angeln

Ziel: Abendessen fangen.

Problem: Ich kann nicht angeln.

Also: lernen

Windig. Regen (ja, der verfolgt mich durch die Tage). Nicht ideal.

Rollenwechsel des Lebens

Aber dann: Barsch gefangen

Ich? leicht überfordert.

Der „kleine König“?

Hilft mir und erklärt mir alles

Früher: ich erkläre Dinge

Heute: der 16-Jährige erklärt mir die Welt

Und ich merke:
Der kann draußen definitiv besser überleben als ich.

Lean Lesson #21: Irgendwann wirst du vom Lehrer zum Schüler – und das ist völlig okay.

Realität: Kein 3-Gänge-Menü

Ein Fisch reicht nicht.

Also: Plan B & was anderes essen

Aber: Motivation bleibt

Morgen wird weiter geangelt.

Neue Skills freigeschaltet

Heute gelernt: Fisch ausnehmen

(Den Anblick erspare ich allen, dass wird nicht mein Lieblingsskill…aber gehört dazu. Dann doch lieber noch ein paar Bilder vom Angelplatz teile …)

Tagesabschluss

Noch eine Runde mit Johnny.
Ruhe. Natur.

Dann endlich: ins Zelt

Temperatur: 4 Grad und Sonnenschein

Schweden halt.

Fazit Tag 5

Was nehme ich mit?

👉 Auto-Schlaf bleibt schwierig
👉 Kinder kann man theoretisch vergessen (sollte man nicht)
👉 Tanken wird spannend, wenn man zu spät dran ist
👉 Schweden kann Toiletten
👉 Navi ist nicht unfehlbar
👉 Familie fühlt sich sofort vertraut an
👉 Der „kleine König“ ist jetzt mein Outdoor-Coach
👉 Angeln ist schwieriger als gedacht

Und trotzdem: Einer der besten Tage bisher.

Weil:
👉 angekommen
👉 verbunden
👉 und bereit für alles, was jetzt kommt

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