Schweden ’26 – Tag 6: Norsjö → Skellefteå und zurück nach Norsjö

Aufgewacht. Frühstücken und dann direkt wieder dahin, wo ich offensichtlich noch Entwicklungspotenzial habe: Angeln

Der Plan: Abendessen selbst fangen

Wir fahren los. Motivation ist da.
Selbstvertrauen… naja, vorsichtig optimistisch.

Bis 13 Uhr am Wasser.

Ergebnis: ein kleiner Barsch

Mein Outdoor-Coach schaut ihn an…
und lässt ihn wieder frei.

Ich so: „Ähm… das war doch unser Abendessen, oder zu klein?“

Er so (nonverbal): „Nicht mal annähernd.“

Fangquote vs. Wetterquote

Fische: quasi nicht vorhanden, also zu sehen und hören … nur nicht für unsere Angel.

Regenwolken: sehr zuverlässig!

Ich schwöre, das ist kein Zufall mehr.

Links: schönes Wetter

Rechts: auch ganz okay

Direkt über mir: dunkle Wolken, Regen, Drama

Lean Lesson #22: Manche Probleme folgen dir nicht – sie reisen aktiv mit dir.

Perspektivwechsel um 13 Uhr

Nach dem Angel-Marathon (gefühlt zumindest): ab ins Auto und dann fahren wir alle Richtung Skellefteå

Ein bisschen Zivilisation.
Ein bisschen Versorgung.
Ein bisschen Staunen.

Holz kann Hochhaus

Und dann sehe ich es: Ein Hochhaus aus Holz

Ich dachte kurz: „Kann das wirklich sein?“

Aber ja – Ich wurde aufgeklärt… sieht nicht nur gut aus, sondern wirkt auch irgendwie… logisch.

Schweden halt. Die machen Dinge einfach anders und wie es scheint: einfach gut !

Lean Lesson #23: Nur weil etwas ungewöhnlich ist, heißt das nicht, dass es nicht genial ist.

Kulinarische Experimente

Einkaufen.

Standardkram…und dann: Käse aus der Tube

Ich meine…klar probiere ich das.

Man ist ja schließlich offen für Neues.

Grillen – die Realität Edition

Zurück.
Plan: Meinen Fisch grillen und den selbst gefangen von meinem Outdoor-Coach (bzw. vom Outdoor-Coach bereitgestellt)

Ich denke mir: „Heute zeig ich, was ich habe.“

Spoiler: nein.

Feuerstahl vs. Realität

Ich versuche, den Grill mit Feuerstahl anzumachen.

Ergebnis:
Funken: ja, Feuer: nein = Frustration: steigt

Mein Outdoor-Coach:
kommt dazu und macht das einfach!

Ich stehe daneben und denke:
„Okay… ich bin hier eher Praktikant.“

Lean Lesson #24: Können ist durch nichts zu ersetzen – außer durch jemanden, der es kann.

Grillen im Regen (natürlich)

Und dann…wie könnte es anders sein:

Regen

Natürlich genau dann, wenn wir grillen.

Ich akzeptiere es langsam: Das gehört jetzt einfach dazu.

Essen wie Könige (trotzdem)

Und ganz ehrlich: Es war richtig gut

Egal ob selbst gefangen oder nicht –
nach so einem Tag schmeckt alles besser.

Abendroutine

Danach: Runde mit Johnny, bisschen runterkommen und Natur genießen

Und dann ins Zelt.

Zeitgefühl? Schwierig.

Es ist… hell.

Aber die Uhr sagt: 23 Uhr

Schweden im Sommer macht einfach sein eigenes Ding.

Mein Körper: „Es ist doch noch Tag?!“

Ich: „Schlaf jetzt.“

Fazit Tag 6

Was habe ich gelernt?

👉 Angeln ist ein Prozess – und ich bin noch am Anfang
👉 Kleine Fische zählen nicht (hab ich gelernt…)
👉 Regen ist mittlerweile ein fester Bestandteil meiner Reise
👉 Holzhochhäuser sind beeindruckender als gedacht
👉 Käse aus der Tube ist… Sachen gibt es
👉 Feuerstahl ist kein Selbstläufer
👉 Mein Outdoor-Coach ist mir leicht überlegen 😄

Und trotzdem:
Wieder ein richtig guter Tag.

Weil:
👉 Lernen
👉 Lachen
👉 Natur
👉 und dieses Gefühl, genau da zu sein, wo man sein soll

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