Aufgewacht. Frühstücken und dann direkt wieder dahin, wo ich offensichtlich noch Entwicklungspotenzial habe: Angeln

Der Plan: Abendessen selbst fangen
Wir fahren los. Motivation ist da.
Selbstvertrauen… naja, vorsichtig optimistisch.
Bis 13 Uhr am Wasser.
Ergebnis: ein kleiner Barsch
Mein Outdoor-Coach schaut ihn an…
und lässt ihn wieder frei.
Ich so: „Ähm… das war doch unser Abendessen, oder zu klein?“
Er so (nonverbal): „Nicht mal annähernd.“
Fangquote vs. Wetterquote
Fische: quasi nicht vorhanden, also zu sehen und hören … nur nicht für unsere Angel.
Regenwolken: sehr zuverlässig!
Ich schwöre, das ist kein Zufall mehr.
Links: schönes Wetter
Rechts: auch ganz okay
Direkt über mir: dunkle Wolken, Regen, Drama

Lean Lesson #22: Manche Probleme folgen dir nicht – sie reisen aktiv mit dir.
Perspektivwechsel um 13 Uhr
Nach dem Angel-Marathon (gefühlt zumindest): ab ins Auto und dann fahren wir alle Richtung Skellefteå
Ein bisschen Zivilisation.
Ein bisschen Versorgung.
Ein bisschen Staunen.
Holz kann Hochhaus
Und dann sehe ich es: Ein Hochhaus aus Holz

Ich dachte kurz: „Kann das wirklich sein?“
Aber ja – Ich wurde aufgeklärt… sieht nicht nur gut aus, sondern wirkt auch irgendwie… logisch.
Schweden halt. Die machen Dinge einfach anders und wie es scheint: einfach gut !
Lean Lesson #23: Nur weil etwas ungewöhnlich ist, heißt das nicht, dass es nicht genial ist.
Kulinarische Experimente
Einkaufen.
Standardkram…und dann: Käse aus der Tube
Ich meine…klar probiere ich das.
Man ist ja schließlich offen für Neues.
Grillen – die Realität Edition
Zurück.
Plan: Meinen Fisch grillen und den selbst gefangen von meinem Outdoor-Coach (bzw. vom Outdoor-Coach bereitgestellt)
Ich denke mir: „Heute zeig ich, was ich habe.“
Spoiler: nein.
Feuerstahl vs. Realität
Ich versuche, den Grill mit Feuerstahl anzumachen.
Ergebnis:
Funken: ja, Feuer: nein = Frustration: steigt
Mein Outdoor-Coach:
kommt dazu und macht das einfach!
Ich stehe daneben und denke:
„Okay… ich bin hier eher Praktikant.“
Lean Lesson #24: Können ist durch nichts zu ersetzen – außer durch jemanden, der es kann.
Grillen im Regen (natürlich)
Und dann…wie könnte es anders sein:
Regen
Natürlich genau dann, wenn wir grillen.
Ich akzeptiere es langsam: Das gehört jetzt einfach dazu.
Essen wie Könige (trotzdem)
Und ganz ehrlich: Es war richtig gut
Egal ob selbst gefangen oder nicht –
nach so einem Tag schmeckt alles besser.
Abendroutine
Danach: Runde mit Johnny, bisschen runterkommen und Natur genießen
Und dann ins Zelt.
Zeitgefühl? Schwierig.
Es ist… hell.
Aber die Uhr sagt: 23 Uhr
Schweden im Sommer macht einfach sein eigenes Ding.
Mein Körper: „Es ist doch noch Tag?!“
Ich: „Schlaf jetzt.“

Fazit Tag 6
Was habe ich gelernt?
👉 Angeln ist ein Prozess – und ich bin noch am Anfang
👉 Kleine Fische zählen nicht (hab ich gelernt…)
👉 Regen ist mittlerweile ein fester Bestandteil meiner Reise
👉 Holzhochhäuser sind beeindruckender als gedacht
👉 Käse aus der Tube ist… Sachen gibt es
👉 Feuerstahl ist kein Selbstläufer
👉 Mein Outdoor-Coach ist mir leicht überlegen 😄
Und trotzdem:
Wieder ein richtig guter Tag.
Weil:
👉 Lernen
👉 Lachen
👉 Natur
👉 und dieses Gefühl, genau da zu sein, wo man sein soll




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